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Ausbildung in der Pflege

Was verdiene ich in der Ausbildung? Was verdiene ich als Pflegefachkraft?

Mit dem neuen Pflegeberufegesetz hat sich auch die Finanzierung geändert: Krankenkassen, das Bundesland, Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen zahlen alle gemeinsam in einen Ausbildungsfonds ein, aus dem Deine Ausbildungsvergütung finanziert wird. Dabei orientiert sich die Vergütung am Tarif des öffentlichen Dienstes:

Ausbildungsvergütung TVAöD Pflege

1.
Ausbildungsjahr
1.165,69 €

davon angemessen =
Untergrenze (-20%)

932,55 €
2.
Ausbildungsjahr
1.227,07 €

davon angemessen =
Untergrenze (-20%)

981,66 €
3.
Ausbildungsjahr
1.328,38 €

davon angemessen =
Untergrenze (-20%)

1.062,70 €

Wenn Du ausgelernt hast, erhältst Du bei den meisten Gesundheits- und Pflegeeinrichtungen ein Grundgehalt sowie Zulagen dafür, dass Du auch in der Nacht oder am Wochenende arbeitest. Arbeitest Du öfter am Wochenende oder in der Nacht, verdienst Du also mehr Geld als wenn Du beispielsweise von Montag bis Freitag ausschließlich im Frühdienst tätig bist. Außerdem gibt es in der Pflege keinen einheitlichen Tarif, sodass Pflegefachpersonen oft recht unterschiedlich verdienen. Verfügen Pflegefachpersonen über zusätzliche Weiterbildungen oder übernehmen sie bestimmte Funktionen, steigt in der Regel auch ihr Gehalt. Das gleiche gilt, je länger sie bei ihrem Arbeitgeber tätig sind.

Dein beruflicher Alltag als Pflegefachperson

Dein Arbeitsalltag als Pflegefachperson ist durch viele Routinen geprägt. Dazu gehört die Assistenz oder Übernahme der morgendlichen Körperpflege von Menschen aller Altersklassen wie Duschen, Zähneputzen oder das Aus- und Ankleiden. Du unterstützt, je nach Schweregrad der Pflegebedürftigkeit, bei der Nahrungsaufnahme, bei der Mobilität und bei der Alltagsgestaltung. Du bereitest außerdem nach ärztlicher Anordnung Medikamente vor oder führst einen Verbandwechsel durch. Dabei dokumentierst Du alle durchgeführten Maßnahmen und überprüfst, ob die festgelegten Pflegeziele erreicht werden konnten. Es ist wichtig, dass Du alles im Blick behältst und Dich stets den Bedürfnissen der Menschen anpasst. Zum anderen hast Du mit Menschen unterschiedlicher Herkunft und mit unzähligen Geschichten und Hintergründen zu tun, auf die Du Dich immer wieder neu einstellen musst. Du arbeitest zudem in einem interdisziplinären Team aus Ärztinnen und Ärzten, Therapeutinnen und Therapeuten und anderweitig Beschäftigten zusammen – so wird es nie langweilig!