Pflege heißt lebenslanges Lernen und tolle Karriereoptionen!

Du bildest Dich regelmäßig fort:

In der neuen Pflegeausbildung lernst Du die wichtigen Bereiche aus den drei großen Arbeitsfeldern der Pflege kennen:

  • Akutbereich (im Krankenhaus)
  • ambulanter Bereich (ambulante Pflegedienste)
  • und Langzeitpflege (Pflegeheim).

So lernst Du nicht nur die unterschiedlichen Versorgungsbereiche, sondern auch verschiedene Gesundheits- und Pflegeeinrichtungen und viele verschiedene Teams kennen. Während Deiner Ausbildung wechselst Du also in regelmäßigen Abständen Deinen praktischen Einsatzort. Außerdem lernst Du spezielle Pflegebereiche in der Psychiatrie (Heilkunde für Menschen mit psychischen Störungen) und der Pädiatrie (Kinderheilkunde) kennen. Du kannst Dich also drei Jahre lang entscheiden, in welchem Bereich Du nach Deiner Ausbildung arbeiten willst.

Du kannst Dich mit Weiterbildungen spezialisieren:

Für bestimmte Tätigkeiten oder in besonderen Einrichtungen benötigen Pflegefachkräfte eine Spezialisierung, d. h. zusätzliches Wissen und weitere Fähigkeiten. Weiterbildungen dauern in der Regel ein bis zwei Jahre. In dieser Zeit haben Pflegefachkräfte regelmäßig Unterricht. Sie arbeiten weiterhin in ihrem Bereich oder absolvieren Praktika in den neuen Feldern. Häufige Weiterbildungen sind:

  • Pflegemanagement (für die Leitung einer Station oder eines Bereichs)
  • Intensivpflege (für Menschen, die ohne intensive Überwachung oder Therapie nicht überleben können)
  • Onkologische Pflege (für Menschen mit Krebserkrankungen)
  • Psychiatrische Pflege (für Menschen mit psychischen Störungen)
  • Pädiatrische Intensivpflege (für Kinder, die ohne intensive Überwachung oder Therapie nicht überleben können).
Mit einer abgeschlossenen Weiterbildung dürfen Pflegefachkräfte zusätzliche Aufgaben übernehmen und verdienen häufig mehr als Pflegefachkräfte ohne Weiterbildung.

Du kannst Pflege studieren:

Mit dem neuen Pflegeberufegesetz gibt es auch die Möglichkeit, den Abschluss als Pflegefachkraft durch ein Studium zu erwerben. Im Bachelorstudiengang Pflege erwerben die Studierenden zusätzliches Wissen, mit dem sie auch schwierige oder komplexe Pflegesituationen bewältigen oder koordinieren können. Die sogenannten primärqualifizierenden Studiengänge werden in Berlin an folgenden Hochschulen angeboten:

  • Alice-Salomon-Hochschule
  • Charité
  • Evangelische Hochschule Berlin.
Aber auch nach der Ausbildung kannst Du Dich mit einem Pflegestudium weiterqualifizieren, z. B. in den Bereichen Pflegemanagement, Pflegewissenschaft oder Pflegepädagogik. Und das Beste ist: In Berlin geht das auch ohne Abitur, wenn Du eine abgeschlossene Ausbildung und zwei Jahre Berufserfahrung nachweisen kannst. Wenn Du einen richtigen Forschungsgeist entwickelst, kannst Du sogar einen Doktortitel in der Pflege erwerben.